Nach dem coronabedingten Ausfall 2020 folgt nun der 2. Anlauf....
Mittwoch, 18. Mai 2022
18.11.2022 Kaua‘i und der große f&$!#%ck up
Kein Highlight. Nur s&$!#%sse!!
Am Morgen: Regen, Regen, Regen. Ein Blick auf die Wetter App sagt uns die nächsten fünf Tage (also bis zum Ende unseres Urlaubs) nur noch Regen voraus. Auf Kaua'i scheint das Wetter komplett anders zu sein, als auf den anderen Inseln.
Das ist nicht nur ein kurzer Regen, der sich mit Sonnenschein abwechselt. Nein, das ist Dauerregen.
Wir entscheiden uns dennoch, einen Ausflug zu den Wailua Wasserfällen zu machen.
Als wir ankommen: „no Drones" und jede Menge Touristen. Bei dem Wetter hatte wohl keiner Lust an den Strand zu gehen. Wir schauen uns die Wasserfälle kurz an. Nichts spektakuläres.
Dann bemerken wir, dass der Hausschlüssel fehlt. Das komplette Auto und alle Taschen und Rucksäcke werden komplett auf den Kopf gestellt. Der Schlüssel ist nicht da. What????
Anstatt auf unserer Route weiter zu fahren, kehren wir um und fahren zurück zur Unterkunft. Vermutlich liegt der Schlüssel irgendwo auf dem Parkplatz.
Wir quälen uns durch den Verkehr und als wir zu Hause ankommen, finden wir trotz intensiver Suche den Schlüssel nicht.
Ich versuche die Hausverwaltung telefonisch zu erreichen. Vielleicht hat ja jemand den Schlüssel gefunden und abgegeben. Es klingelt durch. Niemand geht ran. Läuft.
Britta spricht einen Handwerker vor dem Haus an und siehe da, er hat den Schlüssel gefunden. Uff.
Dann machen wir uns wieder auf den Weg zu den Opaeka'a Wasserfällen.
Hier auf Kaua'i gibt es nur wenige Straßen und der Verkehr quält sich über die Insel.
Angekommen, fängt es wie verrückt an zu regnen. Wir bleiben im Auto sitzen und hoffen, dass der Regen bald aufhört.
Keine Chance.
Wir steigen aus und werfen einen kurzen Blick auf die Wasserfälle. Ja, auch nicht spektakulär.
Allemann nass, ist die Luft für heute raus.
Auf dem Rückweg geraten wir in eine Vollsperrung. Wir suchen verzweifelt nach einer Umgehungsstraße. Keine Chance.
Die Prognose liegt bei 3 Stunden. Der Verkehr steht. Rien ne vas plus.
Wie vertreiben uns die Zeit mit lauter Musik und singen mit: YMCA, Biene Maja, Heidi, Hawaii Five 0 und Magnum. Wer uns sieht, glaubt, wir wären verrückt geworden.
Letztendlich stehen wir 2 Stunden im Stau und sind dann endlich zurück in der Unterkunft. Heute sind Simone und ich dran mit kochen.
Es gibt Parmesan Hähnchen mit Blattspinat und Reis. Sehr lecker.
Danach noch Kaffee und Schokokuchen. Das Beste zum Schluss und das tröstet uns ein wenig über diese Tag hinweg.
Leider ist die Wetterprognose für die nächsten Tage sehr schlecht, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Wenn alles gut geht, steht allerdings für morgen ein weiteres Highlight auf dem Programm.
Gute Nacht John Boy
Dienstag, 17. Mai 2022
17.11.2022. Abschied von Mau’i, Aloha Kaua’i
Zum Glück mussten wir nicht in der sengenden Sonne stehen.
Flieger ging dann pünktlich und schwuppdiwupp sind wir auf Kaua'i gelandet. Ich glaube es waren 30 Minuten Flugzeit.
Zack Mietwagen übernommen und zack 25 Minuten bis zur Unterkunft gefahren, inklusive zäh fließendem Verkehr.
Sehr große Wohnung wieder. Schöne Loggia und wir können das Meer sehen. Gepflegte Anlage, diesmal ohne Golfplatz.
Plötzlich regnet es. Sooo schön. Es geht ein frischer Wind und der Regen ist angenehm warm. Nicht zu vergleichen mit Regen in Deutschland. Komplett anders. Einfach schön erfrischend.
Und nach 5 Minuten war alles vorbei.
Das Wasser kam fast horizontal, so dass die Palmen nur auf einer Seite nass waren.
Dann wieder: einkaufen. Grundausstattung. Es ist sooo teuer hier. Aber gejammert wird nicht. Nur festgestellt.
Tja und dann der Kampf mit dem WLAN. Password „BLOWEHOLE" passt nicht. Alles probiert. Kabelmodem und Router neu gestartet. Notebook per Kabel angeschlossen und versucht mich auf dem Router anzumelden. Kein Standard Gateway vorhanden.
Dann Kostes Notebook per Kabel angeschlossen und Hotspot gemacht.
Funktioniert, ist aber nur ein Workaround.
Vermieter angeschrieben. Antwort pending.
Und das lässt mich nicht los. Ich kann nicht mit einem workaround leben.
Habe mich festgebissen und am Ende im Internet eine Lösung gefunden, wie man den Router einem Factory reset unterzieht.
Und was soll ich sagen: der ungeschlagene Champion im Mittelgewicht (aka Schlaubischlumpf, aka Schlaupuper, aka Klugscheisser) hat gesiegt 🤣🤣
Was der Vermieter dazu sagt? Er wird bestimmt ein Backup der Konfiguration haben 🤪
Koste hat derweil Nudeln mit Pilzen und Thunfisch gekocht und danach gab es noch Schokokuchen.
Papp satt sitzen wir auf der sehr großen Loggia und genießen den kühlen Abendwind.
Es gibt nämlich ein Manko: keine Klimaanlage 🙈🙈
Die Wohnung ist gut warm. Bin gespannt, ob ich schlafen kann.
Na dann, gute Nacht Elizabeth.
16.11.2022 Mau'i, der Westen
Wir fahren zunächst Richtung Kahului, und danach nach Westen abzubiegen.
Erster Stopp : McGregor Point Lighthouse. Etwas schwierig anzufahren, da eine doppeldurchgezogene Linie uns vom links Abbiegen abhält und der Verkehr hoch ist. Ich bin überrascht. Was ist denn hier los? Rush Hour?
Als wir am Leuchtturm ankommen, große Enttäuschung. Das soll ein Leuchtturm sein? Das ist doch eher eine Taschenlampe.
Egal, ein Plan ist ein Plan und ich lasse die Drohne starten.
Dann geht es weiter immer entlang der Küste bis nach Lahaina. Die Strecke ist wenig spektakulär, aber wir haben immer den Pazifik zu unserer linken. Ist schon ein tolles Gefühl. Soweit draußen. Man muss sich das mal auf der Karte anschauen.
Die Klimaanlage läuft auf vollen Touren. Das Thermometer zeigt 29°. Das hört sich tatsächlich nicht spektakulär viel an, aber dennoch ist es draußen in der Sonne unerträglich heiß. Die Sonne brennt wie durch ein Brennglas.
In Lahaina angekommen fahren wir langsam durch die Mainroad, die „Front Street". Aber der Pazifik ist auf einmal verschwunden. Die Häuser in der Frontstreet versperren den Blick aufs Wasser.
Im ersten Moment denke ich mir, dass das ein hübsches kleines Städtchen ist. Restaurant reit sich an Restaurant, Geschäft reit sich an Geschäft.
Doch dann merke ich, wie viele Menschen hier auf den Straßen unterwegs sind. Die Restaurants scheinen alle überfüllt. Kein Platz frei. Dann denke ich mir: okay Mittagszeit. Alle gehen zum Essen. Doch dann wird mir klar, das hier ist Tourismus pur. Nicht meins.
Zu viel los. Zu hektisch. Zu heiß. Keiner hat Lust auf einen Bummel.
Schon fast am Ende des Ortes angekommen, wird es ruhiger und ruhiger und wir laufen in die Mala Ocean Tavern ein.
https://malatavern.com
Wir bekommen ein schönes Plätzchen an der Bar, mit Blick aufs Meer. Von hier aus kann man gut auf zwei nahe gelegene Nachbarinseln schauen. Links Lana'i, rechts Moloka'i. So nah, als könnte man rüberschwimmen.
Beide Inseln stehen aber nicht auf unserem Programm.
Direkt vor der Bar und entlang der Kaimauer beobachten wir eine ganze Weile mehrere Meeresschildkröten. Spannend und schön anzusehen, wie sich die Tiere in der Brandung treiben lassen und den Tang von den Steinen fressen.
Ich überlege kurz, ob wir uns nicht eine Schildkröte zulegen sollten. 🤪
Wir fahren weiter Richtung Norden. Nächster Halt: Kapalua.
Direkt an einem der zahlreichen Golfplätze gelegen: Dragon's Teeth.
Leider sehen wir weder einen zahnlosen Drachen, noch sein Gebiss. Zwei Bronzetafeln sagen uns, dass es sich hierbei um einen spirituellen Ort für Hawaiianer handelt und bleiben aus Respekt am Parkplatz.
Zugang wird nur für Hawaiianer zu speziellen Anlässen gewährt.
Allerdings sehen wir in der Ferne ein paar Menschen dort herumlaufen und reden uns ein, es seien keine Touristen. Immer positiv denken.
Warum dann allerdings hier ein Golfplatz (sehr elitär) errichtet wurde, bleibt mir ein Rätsel.
Weiter geht es zum Nakalele Blowhole. Durch ein Loch im Fels oberhalb des Meeresspiegels, wird bei entsprechender Brandung Wasser durch dieses Loch gepresst und dann, einem Geysir gleich, bis zu 30 m in die Höhe gespritzt. Spektakulär.
Britta und Koste steigen die Felsen tief herunter bis zum Blowhole, um dort Fotos zu schießen. Ich selber bleibe in gewisser Distanz im Schatten eines Felsen stehen, um ein paar schöne Aufnahmen mit der Drohne zu machen. Ich bin sehr auf das Ergebnis gespannt.
Simone geht zurück zum Auto, und dort festzustellen, dass ein verdächtiger Mann um die Autos herum schleicht und in das Wageninnere schaut. Zur Sicherheit bleibt Sie dort. Nicht, dass unser Auto aufgebrochen wird.
Nachdem Scheitelpunkt der „Halbinsel" bis kurz vor Kahului wird es dann richtig spannend. Die Straße ist in gutem Zustand, aber nur noch Einspurig. Und das teilweise nahe am Abgrund.
Die Straße schlängelt sich eng am Abgrund entlang und etliche Kurven sind nicht einsehbar. Schilder weisen an einigen Stellen darauf hin doch bitte zu hupen, um den Gegenverkehr zu „warnen" (blow horn). Wir hupen bis der Arzt kommt 🤣
Mehrfach ist es so eng, dass wir dicht am Fels zurücksetzen müssen und den Außenspiegel einklappen müssen, um den Gegenverkehr passieren zu lassen.
Macht aber Spaß 🤩 Walter Röhrl für Arme ist in seinem Element 🤣
Kurz vor Kahului dann wieder 4 spurig und wir fahren weiter bis zur Unterkunft.
Später am Abend dann wieder Barbecue. Heute sind wieder die Mädels am Grill dran. Wir machen den Salat. Sooo lecker wieder.
Tja und dann erleben wir unseren letzten Sonnenuntergang auf Maui, denn morgen heißt es schon wieder packen für die Weiterreise nach Kauai. 3/4 Urlaub sind rum.
Schade, aber ich freue mich jetzt auf Kauai. Ein weiterer Hubschrauber Flug steht auf dem Programm 🤩🤩🤩
Aloha und gute Nacht John Boy
Montag, 16. Mai 2022
15.05.2022 Vamos a la playa & relaxing
Die Unterkunft ist komplett ausgestattet. 7 Klappstühle, 2 Sonnenschirme und ausreichend Handtücher.
Alles in den Kofferraum und ab geht's. Naja, nicht 7 Stühle 🤪
Das Wasser ist angenehm erfrischend und der Sand extrem fein und weich.
Musik auf die Ohren und gedöst. Bisschen Leute beobachtet. Bisschen Drohne geflogen. Sonst nix. Chill out.
Abends wieder gegrillt. Lecker.
Das war tiefenentspannt. Urlaub halt. 🤙
Na dann: gute Nacht Sue Ellen.
Sonntag, 15. Mai 2022
14.05.2022 Road to Hana & Wailua Falls
Wir versuchen schlauer zu sein, als Google-Maps und suchen eine Abkürzung von Weilea Richtung Süden auf den Highway 31.
Aber alle Routen, die wir über Satellit zumindest als dirt roads identifiziert haben enden schon beim Einstieg mit „No trespassing" Schildern. Durchfahrt verboten.
Eine Straße führt oberhalb eines Golfplatzes entlang und das Tor steht offen. Wir fragen einen Menschen mit Knopf im Ohr und der wichtig aussieht, ob es vielleicht eine Ausnahme für die Schlaubischlümpfe aus Deutschland gibt.
Aber er kann eventuell seine eigene Sprache nicht verstehen oder will uns aus Arroganz nicht verstehen. Immerhin ist er wichtig und steht vor einem teuren Resort.
Do you wanna check in?
No we are kindly asking if we can use that dirty road.
Do you wanna go to the Restaurant? Do you have a reservation?
Nein, Du Muskelmann. Dürfen wir hier durchfahren? Wir wollen nach Hana, ein dringendes SAP Upgrade durchführen.
No, there is no way to Hana. If you want to go to Hana you can go via Kahului or Kula.
Riieeesen Umweg. Aber gut, jetzt weiß ich warum wir bei EG S/4Hana er 2025 oder so Umstellen.
Ok, insider. Kalauer. Flachwitz.
Kurz erzählt: wir fahren die dirt road, um nach 10 Minuten festzustellen, dass jede, wirklich jede Abkürzung unmöglich ist. Zumindest ohne Bolzenschneider. Und so dringend will keiner von uns in den Knast 🤣🤣🤣
Wenn man schlauer sein will als Menschen mit Knopf im Ohr. Bodyguard, kein Steiff-Tier.
Ok, dann den offiziellen Weg gaaaanz außen rum.
Wir fahren also nach Norden bis Kahului, um dann direkt wieder durchs Landesinnere nach Süden über Kula und Keonea zu fahren.
Irgendwann wird aus dem Kula Highway der Pilany Highway und dann der Hana Highway.
Wer sich unter einem Highway eine Art deutscher Autobahn vorstellt, liegt aber sowas von daneben. Einspurige Landstraße trifft es eher. Teilweise sogar dirt road. Sehr abenteuerlich.
Irgendwann kommen wir wieder auf eine asphaltierte Straße und dann wird es echt traumhaft. Der Hana Highway (zu Highway siehe oben 😉) schlängelt sich wie eine Schlange durch den Wald. Wäre sicherlich auch ein Traum mit dem Motorrad.
Es ist sehr eng und alle paar Minuten kommt eine One Lane Bridge. Es geht nur mit Aloha und gegenseitiger Rücksicht. Keiner hat Vorfahrt. 🤙
Abenteuerlich aber wirklich atemberaubend schön.
Wir stoppen bei den Weilua Falls. Direkt an der Straße ein großer Wasserfall mit einem natürlichen Becken, in dem man Baden kann. Wie aus dem Bilderbuch. Toll. Wir sind alle begeistert.
Ich kann die Drohne fliegen lassen 👍👍 Bin auf das Ergebnis gespannt.
Wir fahren weiter und stoppen an einer kleinen Farm. Nein, nicht an meiner kleinen Farm 🤪
Es gibt einen kleinen Snack (Taccos) unter einem riesigen Bambus. Angenehm schattig.
Leider verpassen wir den Pipiwai Trail 😔 Pech
Pipiwai Trail | Maui Hawaii
Wir kommen an einem weiteren Wasserfall direkt an der Straße vorbei.
Nochmal kann ich die Drohne fliegen lassen. Und was soll ich sagen? Sie fliegt auch bei Regen 😉. Ich bin patsch nass und wir machen uns entlang der Ostküste wieder über Kahului auf den Heimweg. Am Ende haben wir die Insel fast umrundet und es ist stockdunkel als wir in der Unterkunft eintreffen.
Ein langer aber toller Tag geht zu Ende.
Morgen: vamos a la playa. Eincremen nicht vergessen.
Gute Nacht Schlaubischlumpf.
Gute Nacht Klugscheisser.
Freitag, 13. Mai 2022
13.05.2022 Relaxing Maui und Klugscheissen
12.05.2022 Overcrowded Mau'i
11.05.2022 Holualoa und die Kaffee-Plantagen
Wie immer gut gefrühstückt und gut gelaunt starten wir in den letzten Tag auf Big Island.
Ich bin immer noch begeistert von Mikes Haus. Bin recht alleine mit dieser Meinung, aber mir hat es dieser Baustil angetan.
Der feine Lavastaub überall ist aber in der Tat ein wenig nervig. Und wenn man hier immer wohnen würde....
Heute geben wir dem Kona Kaffee nochmal eine Chance und fahren nach Holualoa, einem kleinen Künstlerörtchen südöstlich von Kona.
Hier haben sich einige Künstler niedergelassen und das Ganze hat schon ein wenig von Woodstock, NY. Allerdings ist der Durchgangsverkehr nervig und nicht ungefährlich.
Zu meiner großen Freude gibt es hier einige schöne Fotomotive, von denen ich hier bereits ein paar gepostet habe.
Britta & Koste geben ihre Postkarten hier im Postamt auf und ich lasse mir spontan für 20$ die Haare von Dinah schneiden.
Ich schätze sie auf 70-80 und ich finde sie in eine Zeitung vertieft in ihrem "beauty Salon". Haare schneiden im Urlaub ist schon zu einer geliebten Tradition geworden :-)
Während sie meine Matte bearbeitet, erzählt sie mir vom Kona Kaffee, von den vielen Plantagen und Röstereien in der Umgebung und dass sie seit mehreren Jahren große Probleme mit einem Pilz (Rost) haben, der sich nur schwer bekämpfen lässt.
Es gibt eine Chemie-Keule, die aber kaum bezahlbar ist. Ein Anwohner hat wohl ein besonderes Mittel hergestellt, aber "he passt away, he was about 80". So ist sie der Meinung, dass es nie mehr so wird wie vorher. Aber wo ist das schon der Fall?
Wir fahren auf der 180 Richtung Norden und biegen kurz vor Kalaola nach rechts ab. Hier reiht sich eine Farm bzw. Rösterei and die andere.
Die kurvige Straße führt mitten durch einen Wald und am Ende kommen wir zur Mountain Thunder Coffee Plantage.
Wir nehmen an einer kleinen Führung teil und lassen uns über die Herstellung von Kaffee aufklären.
Wir lernen, dass Kona Kaffee eine Arabica Sorte ist, die sehr besonders reift, weil sie das mild-feuchte Klima auf Hawaii liebt. Kona Kaffee darf sich nur Kaffee nennen, der hier aus der Region Kona kommt. Das ist so ein bisschen wie der in Flaschen gegorene Sekt aus der Champagne. Nur der darf sich Champagner nennen. Wieder ein bisschen Marketing für Anfänger. Die Bohnen werden hier per Hand gepflückt und jede Rösterei hat so seine eigenen Prozesse, um zur fertigen Bohnen zu kommen.
Hier röstet man in 3 Varianten: mild, medium und dark rost.
Medium ist die meistverkaufte Variante und bei der Verkostung versteh ich warum. Mild ist eher wie Bodensee-Kaffee (man kann den Boden sehen ;-) ), medium ist schmackhaft und dark rost ist mir zu sauer/bitter.
Der Kaffee schmeckt gut, aber nicht herausragend. Aber 49 $ für 450g ist er mir nicht Wert. Ich liebe Kaffee, aber ich kaufe auch keinen Champagner ;-)
Am Abend wollen wir Mikes Gasgrill auf der Veranda nutzen. Vorher geprüft, ob Gas vorhanden ist. Läuft.
Wir also schön Pfannengemüse gemacht und Fleisch dazu. Ach ja: in Holualo war am Straßenrand ein Verkaufsstand. Schild: "Sundog. Fresh Sourdough ahead". Da dachte ich mir, wir kaufen mal ein leckeres Sauerteigbrot anstatt immer nur Toastbrot. Geschätzt 750g für 9$, joah, kann man mal machen ;-)
Aber was soll ich sagen. Sooooooo lecker und sooooo frisch. Werde wohl im Herbst noch mal einen Anlauf nehmen und mich selber am Sauerteig versuchen. Ich scheitere bisher immer an der Kruste.
Zurück zum Grillen.
Gas auf, Rost geschrubbt, Fleisch drauf. Hmm, die schwarzen Streifen nach dem Wenden sind aber nicht vom Grillen, sondern vom Grill. Not good. Aber gut, da müssen wir durch.
Deckel wieder zu. Warum kommen da so viele Flammen raus? Ah ja, der Grill brennt.
DER GRILL BRENNT!!!!
Kack, schnell Gas aus und Deckel auf. Auf dem Tropfblech hat sich mittlerweile wohl soviel Fett angesammelt, dass es gefährlich ist.
Alternative: Es gibt Pfannenfleisch.
Bisschen Abenteuer halt ;-) Aber war trotzdem lecker (mit den Röst Aromen, hüstel).
Und wieder geht ein Tag zu Ende. So schön, so schade. AM nächsten Tag heißt es dann wieder Abschied nehmen. Good bye Hawaii, Howi nach Maui.
Gute Nacht John Boy
Donnerstag, 12. Mai 2022
10.05.2022 Kilauea Volcanos National Park - Highlight und Entäuschung
Oh je, Schreibblockade. Keine Ahnung, wo ich anfangen soll. Simone sagt sowieso schon seit Tagen, ich würde dieses mal anders schreiben als sonst. Viel sachlicher, wenig Humor, wenig Esprit.
Yep, kann sein. Weiß aber weder warum, noch, wie ich es ändern kann. Vielleicht passiert aber auch zu wenig witziges :-)
Also versuchen wir es mal.
In diesem Urlaub und bereits im Vorfeld ist schon so einiges nicht so gelaufen wie es ursprünglich geplant war . Angefangen bei den verschobenen Flügen, die uns einen fehlenden Tag in San Francisco und eine 3 tägige (!!) Anreise beschert haben. Geht auch in 2 Tagen.
Auch die Unterkünfte liegen nicht immer dort, wo wir geplant hatten. Einmal hat der Vermieter sein Haus nach unserer Buchung verkauft und uns ein anderes Haus an einem komplett anderen Ort angeboten (Mike) und einmal landen wir mangels Angebot weit entfernt (Nix Ewa Beach sondern North Shore). Das bedeutet in Folge, dass unsere Ziele auf den einzelnen Inseln zum Teil erhebliche Anreisewege bedeuten.
Konkret heißt das für heute, dass wir 2 Stunden Anreise von Waikoloa in den Kilauea Volcanos National Park haben. Ursprünglich wäre unser Unterkunft in Hilo gewesen, was ein Katzensprung gewesen wäre. Aber wäre, wäre, Fahrradkette. Zu viel Konjunktiv.
Im Park angekommen als erstes wieder realisiert: No Drones. Ich werde noch verrückt.
Vor dem Urlaub noch mit Stefan diskutiert. Wie bekomme ich 4 Wochen Aufnahmen in ein 5 minütiges Video? Stefan: Mach doch pro Insel 1 Video. Gute Idee.
Realität: Aktuell so wenig Material, dass ich kaum 1 Video zusammen bekomme.
Aber wer weiß, vielleicht ergeben sich später noch Möglichkeiten.
Wir informieren uns zunächst bei einer Park Rangerin, was man am besten machen kann.
Wir machen (wie nicht anders zu erwarten) die Tour über den Crater Rim Drive. Dieser ist leider nicht mehr komplett befahrbar, da die Straße durch Eruptionen zertört wurde.Sackgasse anstatt Rundweg.
Wir parken am Kilauea Iki Crater und begeben uns tief hinunter. Der letzte Ausbruch war hier 1959 und man kann heute auf der erkalteten Lava spazieren gehen. Der Abstieg ist gut machbar, der komplette Weg liegt im Schatten. Höhenunterschied zwischen Rim und Kraterboden allerdings ca. 140 m
Der Krater ist riesig und wir gehen nur ein Stück weit durch die sengende Sonne. Komisches Gefühl zu wissen, dass unter einem ein schlummernder Riese "wohnt".
Wieder oben angekommen besuchen wir noch die Nahuku Thurston Lava Tube. Das ist ein Tunnel, der durch einen Lavastrom geformt wurde. Dieser ist komplett begehbar.
Der Tunnel entsteht, wenn die Lava an der Oberfläche erkaltet und eine Isolationsschicht für die darunterfließende Lava bildet. Die flüssige Lava darunter fliesst weiter, bis der Strom versiegt. Zurück bleibt dann der Tunnel.
Wir fahren weiter bis zum Kilauea Crater (genauer: Hale Ma'uma'u Crater). Dieser Vulkan ist immer noch aktiv und man kann bereits von weitem die Rauchschwaden erkennen.
Vom Aussichtspunkt kann man leider keine rot fliessende Lava sehen, so wie man das aus Dokumentationen kennt. Schade, aber dennoch spektakulär.
Der Krater selber ist gigantisch groß. So richtig erkenne ich das aber erst, nachdem ich mir das Video der Dtohne anschaue.
Richtig gelesen: Ich habe die Drohe doch fliegen lassen. Am Aussichtspunkt war kein Verbotsschild und da ich schon ein wenig vergesslich bin, habe ich vergessen, dass am Eingang ein Verbotsschild war ;-) Und wer lange fragt, bekommt eine dumme Antwort.
Leider war ich super nervös, weil auch hier ein starker Wind ging. Ich habe die Drohne ein Stück weit über den Krater fliegen lassen, aber nach über 500 m hatte ich das Innere immer noch nicht erreicht. Dann kam eine Windwarnung und ich bin aus Scherheitsgründen wieder zurückgeflogen.
Blöd, aber safety first.
Ggf hätte man bei Nacht ein bisschen rote Lava sehen könne, aber winzig und sehr weit entfernt. Bei Sonnenlicht kaum zu erkennen.
Wir hätten noch weiter nach Süden bis ans Meer fahren können, aber das hätte nochmal 2-3 Stunden Zeit gekostet und wir waren schon spät dran.
Vor uns lag noch der Weg zurück über die Westküste.
Also haben wir uns auf den Weg gemacht.
In Captain Cook (ca. auf halbem Weg) war es dann bereits dunkel und wir mussten noch einkaufen.
Schnell einen Happen beim Thai und dann zurück in die Unterkunft.
Wieder geht ein langer Tag zu Ende und ich muss wieder realisieren, dass so einige meiner Vorstellungen nicht ohne sehr gute Planung in der Realität umsetzbar sind. Spontan ist hier kein guter Berater.
Für spektakuläre Aufnahmen muss man auch mal spät Abends oder Nachts an einem HotSpot sein. Theorie und Praxis halt.
War alles in allem aber ein toller Ausflug und so nah kommen wir einem aktiven Vulkan so schnell nicht mehr.
Am Ende fallen wir alle ziemlich ko ins Bett.
Dann mal gute Nacht Mary Ellen.
Mittwoch, 11. Mai 2022
09.05.2022 Hang Loose und Mauna Kea
Der heutige Tag ist in 2 Abschnitte geteilt. Zunächst suchen wir uns nach dem Frühstück einen Strand, um ein bisschen "abzuhängen". Hang loose (Nicht zu verwechseln mit auf die Wäscheleine hängen)
Die Nachbarn in unserer Unterkunft haben uns 3 Vorschläge gemacht:
- Kauna'oa beach (aka Mauna Loa Beach)
- Hapuna Beach
- 49 Black Sand Beach
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Wie immer gut gefrühstückt und gut gelaunt starten wir in den letzten Tag auf Big Island. Ich bin immer noch begeistert von Mikes Haus. Bin ...
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Was für ein Tag!!! Kein Highlight. Nur s&$!#%sse!! Am Morgen: Regen, Regen, Regen. Ein Blick auf die Wetter App sagt uns die nächs...
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OMG, was für ein Flughafen auf Mau'i!!! Hier ist vielleicht was los. Wir standen ca. 1 Stunde in der Schlange zum Security Check. Ich da...


















































